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Die Ländlichen Burgenland

Auch im Burgenland haben die "Ländlichen" ein lange Tradition. Es gibt Meisterschaften in Dressur, Springen, Fahren, Voltigieren und in der Vielseitigkeit.

 

 

 

Die ländliche Reiterei hat ihren Ursprung in der Zwischenkriegszeit in Deutschland. Die Motorisierung der Landwirtschaft hat langsam das Pferd als Arbeitstier verdrängt. Die Bauern wollten natürlich die Pferde, die ihnen Jahrzehnte lang gedient hatten, behalten und weiter verwenden. Langsam bildete sich die Meinung, die Pferde als Reittiere auszubilden und auf Pferdeschauen, bei Umzügen und Brauchtumsveranstaltungen zu präsentieren. Der Schritt, das Können der Reiter im Wettkampf auf Turnieren zu zeigen, war der Anstoß, diese auch entsprechend zu züchten. Reiche Bürger, Adelige und hohe Offiziere legten großen Wert auf gut ausgebildete Pferde. In weiterer Folge entwickelte sich der Pferdesport langsam auch zum Volkssport.




In Österreich begann diese Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg. 1949 wurde der erste ländliche Reitverein in Trofaiach gegründet. 1952 hat sich der „Landesverein ländlicher Reiter und Fahrer Steiermark“ gebildet, um den Reit- und Fahrsport zu fördern. Begonnen hat man mit so genannten Reiterspielen, bei denen die ländlichen Reiter ihr reitsportliches Können zeigten. In der Folge haben dann auch die  Bundesländer Niederösterreich, Kärnten, Salzburg, Oberösterreich, Tirol und Burgenland begonnen, Reiterfeste zu organisieren. Bald entstanden in diesen Bundesländern mehrere Reit- und Fahrvereine, deren Mitglieder teils selbst Reitertreffen und Turniere veranstalteten bzw. an den Veranstaltungen anderer Reitvereine teilnahmen.




1957 fand die erste Bundesmeisterschaft der ländlichen Reiter in Gröbming/Stmk statt. 1958 wurde die „Arbeitsgemeinschaft der Ländlichen Reiter und Fahrer Österreichs“, kurz ARGE gegründet, in der sich die Landesvereine der einzelnen Bundesländer zusammenschlossen. Der erste Präsident der ARGE war der damalige Präsident des Landesfachverbandes Steiermark, Dipl. Ing Hans Kottulinsky. Er war von 1964 bis 1969 auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft  für Warmblutzucht in Österreich. Damit war die ländliche Reiterei auch mit der österreichischen Pferdezucht verbunden.




1962 wurde die „Österreichischen Campagnereiter-Gesellschaft“ - der heutige „OEPS“ gegründet, deren Mitglied auch die ARGE der Ländlichen war.




In den Sechzigerjahren wurden in die ländliche Turnierszene, die von Haflingern und Norikern dominiert war, auch Warmblutpferde eingeführt. Die Warmblüter haben sich auf der Geländestrecke, die für Haflinger und Noriker als Gebirgs-Geländeritte konzipiert war, schwer getan. Viele Reiter haben jedoch ein größeres, schnelleres und für sie rittigeres Pferd bevorzugt.




Die Nachfrage nach Warmblütern wurde immer größer, sodass man 1963 wegen der immer größer werdenden Starterfelder die Bundesmeisterschaften in drei Abteilungen - für Haflinger, Noriker und Warmblut – aufteilen musste. Der Einsatz von Warmblutpferden war für den österreichischen Reitsport zwar positiv, allerdings konnte der stark ansteigenden Bedarf an Warmblutpferden für den Reit- und Turniersport durch die Zucht nicht annähernd abdeckt werden. Warmblutpferde wurden daher im großen Stil importiert. Die ländliche Reiterei verlor so die Verbindung zu den eigenen Wurzeln - der ländlich-bäuerlichen Zucht.




Im Jahr 2000 wurden daher die Satzungen des Bundesvereins der Ländlichen Reiter und Fahrer dahingehend geändert, dass bei jeder Bundesmeisterschaft zumindest zwei österreichische Warmblutpferde pro Mannschaft an den Start gehen müssen. Damit wurde ein wichtiger Impuls für die heimische Zucht und ein Anreiz für viele ReiterInnen geschaffen, Warmblutpferde von österreichischen Züchtern zu erwerben.




Kaum oder keine Probleme gibt es auf Grund dieser Vereinbarung in Dressur und Springen. Es gibt sogar Mannschaften, die aus Reitern mit nur österreichischen Warmblutpferden bestehen. Für die Vielseitigkeitsreiter sollten sich die Züchter für die notwendige Spezialisierung in der Zucht, aber auch für leistbare Preise etwas einfallen lassen.




Für die Ländlichen gilt es, für die Freizeitreiter eine Plattform zu bilden, die insbesondere jungen ReiterInnen und FahrerInnen die Möglichkeit bietet, an Reitveranstaltungen und Fahrertreffen teilzunehmen, die nicht das Niveau der Hohen Schule verlangen. Damit gibt es die Möglichkeit, sich im fairen Wettkampf zu messen und sich dabei leistungsmäßig zu steigern. Die Vielzahl der Veranstaltungen der burgenländischen Ländlichen Vereine zeigt das große Interesse durch die Teilnahme insbesondere der jugendlichen Reiter, Fahrer und Voltigierer. Highlights sind neben dem Springen das Hindernisfahren sowie die Leistungen der jungen VoltigiererInnen.




Der Landesverein ist bemüht, die Ländlichen Reiter und Fahrer durch finanzielle Beiträge die Teilnahme an Kursen zu ermöglichen. Das große Reitwegenetz insbesondere im Seewinkel ist ein Dorado für viele Wanderreiter, die auch die Möglichkeit haben, ihre Pferde bei längeren Ausritten bei Reiterhöfen unterzubringen.





Bei den Ländlichen Reit- und Fahrvereinen kommt natürlich auch das gesellige Beisammensein nicht zu kurz. Die Faschingsveranstaltungen der burgenländischen Reitvereine sind gut besucht und finden daher regelmäßig statt. Mitglieder der Ländlichen Burgenland sind nicht nur in Österreich aktiv, sondern auch international.




Dem Landesverein „Ländliche Burgenland“ sind derzeit 50 Reit- und Fahrvereine angeschlossen, die insgesamt 1.594 Mitglieder haben. Fixpunkte sind natürlich die jährlichen Landesmeisterschaften in Dressur, Springen, Fahren, Voltigieren und 2018 auch in der Vielseitigkeit. Viele Vereine veranstalten eigene gut besuchte Turniere und die Zuschauer sind von den gezeigten Leistungen begeistert. Die seit Jahren steigenden Mitgliederzahlen des Landesvereins beweisen, dass das Interesse und die Freude, mit Pferden zu arbeiten stetig.

 

 

 

Text: MR. i. P. Mag. Heinz Kolb

 

 

 

Kontaktdaten der Ländlichen Burgenland:

 

 

 

Vorstand

Präsident

Spartenreferent Dressur,
Fachreferent Warmblut


Heinz Winter

Hintergasse 32

7571 Rudersdorf

Tel: 03382/71763
Handy: 0664/2125238

Fax: 03382/71763

E-Mail: zuchthofwinter@gmx.at

 

 

 

Schriftführer


Mag. Heinz Kolb

Feriensiedlung 55

2460 Bruckneudorf

Tel/Fax: 02162 62713

Handy: 0699 185 339 41

E-Mail: laendliche_bgld@consultec.at

 

 

 

 

Kassier


Karl Karlovits

7473 Hannersdorf 223

Tel: 03364 2303

Handy: 0664 105 92 27 - 0664 84 33 532

eMail: karl.karlovits@gmx.at





Bankverbindung der Ländlichen Burgenland: Kontonummer 00003206133, BLZ 33125 (IBAN AT 59 3312 5000 0320 6133)





Viele Information über die Ländlichen gibt's unter www.dielaendlichen.at/burgenland

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