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Seit langem begleitet das Pferd den Menschen.

 

Der Reitsport und der Fahrsport, aber auch die Pferdezucht, können im Burgenland auch eine lange Tradition zurückblicken. Im Verlauf der Jahrhunderte, aber vor allem in den letzten Jahrzehnten, haben sich die Ansprüche an das Pferde gewandelt.

 

Das Pferd hat den Menschen durch mehrere Jahrtausende begleitet. Die Geschichte der Menschheit hing in früherer Zeit stark vom Einsatz und der Nutzung des Pferdes ab. Es lieferte Nahrung und Kleidung und machte den Menschen auch als Reiter beweglicher. Mit dem Pferd konnte man doppelt so schnell vorankommen wie zu Fuß. Reitende Truppen spielten bei Kriegen und Eroberungszügen eine wichtige Rolle. Auch an den Fortschritten in der Landwirtschaft und im Verkehrswesen waren Pferde in vielen Teilen der Welt maßgeblich beteiligt. Und schließlich kam dem Pferd auch in der industriellen Revolution eine entscheidende Rolle zu.

 

Zwei Erfindungen des neunzehnten Jahrhunderts, die Dampfmaschine und der Verbrennungsmotor, haben die Mobilität der Menschheit ein zweites Mal verändert. Nach dem zweiten Weltkrieg, als sich die Motorisierung in der Landwirtschaft, im Transportwesen und im privaten Bereich immer mehr durchsetzte, resultierte daraus ein dramatischer Rückgang des Pferdebestandes.

 

Nach einem Tiefpunkt im Jahre 1973, wo es in Österreich nur mehr cirka 39.000 Pferde gab, hat der Bestand von Jahr zu Jahr stetig zugenommen. Dies lag daran, weil das Pferd immer mehr zu einem Freizeit- und Sportpartner des Menschen wurde. Parallel mit dem Anstieg des Pferdebestandes hat sich auch die Anzahl an Turnierpferden in Österreich kontinuierlich erhöht. 1978 gab es beim Bundesfachverband für Reiten und Fahren in Österreich 1.563 registrierte Turnierpferde. Diese Anzahl hat sich in der Zwischenzeit fast verzehnfacht. Im Jahre 2007 waren 14.024 Turnierpferde registriert.

 

Obwohl in der heutigen Zeit die Bedeutung des Pferdes als Nutztier gering ist, behielt dieses Lebewesen in vielen Ländern durch die Zuneigung des Menschen eine Sonderstellung. Teilweise resultieren Sportarten, die heute mit Pferden ausgeübt werden, aus Beziehungen zum Menschen aus früheren Jahrhunderten. Mit dem neuen Anforderungsprofil an das Pferd hat sich auch in der Zucht  viel geändert. Heute ist der Typ des verlässlichen Freizeitpferdes und Sportpferdes gefragt. Weil vor allem immer mehr junge Menschen am Reitsport interessiert sind, kommt auch den Kleinpferden eine immer größere Bedeutung zu.

 

Der Landesfachverband für Reiten und Fahren im Burgenland hat in den letzten Jahrzehnten ebenfalls eine starke Aufwärtsentwicklung miterlebt. Im Jahre 1984 hatte der Landesfachverband in 13 Vereinen 310 ordentliche Mitglieder. Vergleichsweise hat der Landesfachverband nunmehr eine Stärke von fast 3.000 Mitgliedern, die in über 80 Vereinen organisiert sind, erreicht.

 

Im Burgenland haben der Reit- und der Fahrsport, aber auch die Pferdezucht eine lange ehrenvolle Tradition. In den letzten Jahrzehnten ist das Reitsportangebot in unserem Land deutlich auf eine höhere und breitere Basis gestellt worden. Es gibt in den verschiedensten Sparten des Pferdesports tolle Möglichkeiten sowohl für den Freizeitreiter als auch für sportlich ambitionierte Pferdesportlerinnen und Pferdesportler. Zudem ist die Reiterei an vielen Orten zu einer Ganzjahressportart geworden.

 

 

Landesfachverband für Reiten und Fahren im Burgenland
- Lagergasse 8a - A-7132 Frauenkirchen - Tel. 02172 / 7137 - office@lfv.at