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Geschichte des Burgenländischen Pferdesportverbandes

Gegründet wurde der Landesfachverband für Reiten und Fahren im Burgenland in den frühen Sechzigerjahren. Erster Präsident war Baron Paul Waldbott der auch Präsident der Ländlichen und der Vertreter im Bundesfachverband war. Ab 1963 war Alexander Graf Mensdorff-Pouilly, verstorben 2009, Präsident. Vizepräsident und Geschäftsführer war Oberst Wilhelm, Schriftführer von 1970 – 1972 Oberförster Rupert Wukovits und Schatzmeister Ferdinand Slanicz. Ab 1972 agierte Architekt Sepp Müller als Präsident.

1979 übernahm Dr. Günther Heincz die Präsidentschaft. Der Vorstand rekrutierte sich aus Andras Lang, Peter Kudera, Andreas Lang und Johann Pulicar. Etwas später kam Peter Gerö dazu. Der LFV Burgenland hatte 28 Vereine und 780 Mitglieder. Zum Vergleich, Ende 2011 waren es 76 Vereine mit 2.485 Mitgliedern. Danach ist die jährliche Anzahl an Mitgliedern und Vereinen stets gestiegen, im Jahr 2019 hatte der Landesfachverband 2.636 Mitglieder.

Im März 2012 erfolgte die Umbenennung in Burgenländischer Pferdesportverband. Ein neues Logo wurde entworfen und das Land Burgenland verlieh die Führung des Landeswappens. Danach wurde der Vorstand von Präsident HR. Dr. Günther Heincz, Vizepräsident RR. Dietrich Sifkovits, Schriftführer Stefan Graf, Kassier Marion Thury, dem Obmann des Turnierausschusses Hannes Lindl und dem Präsidenten der Ländlichen Heinz Winter gebildet. Seit fast zehn Jahren steht nun Reg.-Rat Dietrich Sifkovits an der Spitze des Vorstandes, ihm zur Seite stehen der geschäftsführende Vizepräsident Dr. Martin Dal-Bianco, Schatzmeisterin Marion Thury und der Präsident der Ländlichen Burgenland ÖK.-Rat Heinz Winter. Nach dem Rücktritt von Hannes Lindl und Stefan Graf haben 2019 Carina Antoni (Schriftführerin) und Ing. Walter Wenczel (Obmann des Sportausschusses) ihre Ämter übernommen.

Vor der Gründung des LFV gab es bereits die ländlichen Reiter. Ab 1957 war Baron Paul Waldbott Präsident, ihm folgten Alexander Graf Mensdorff-Pouilly, Lorenz Preisinger, ab 1987 Andreas Lang und Heinz Winter. Sportliche Leistungen von ländlichen Vereinen, Gruppen oder Reitern: Andreas Lang war 1978 Bundesmeister und stand mit Susann Györik, Matthias Dombi und Marianne Lang im Siegerteam. 2005 wurde Bernhard Maier Einzelmeister im Springen und mit Jennifer Reitstädter, Dr. Alexandra Sixt und Andreas Winter Mannschaftsmeister. Zuletzt gewann Martina Winter in der Dressur Gold und Xenia Beck wurde Juniorenmeisterin im Springen. Die Springreiter mit Xenia Beck, Stephanie Gumatz, Gerald Beck und Franz Groß holten Silber. Unter anderen reiten oder ritten Karin Schmidt, Dagmar Lipp, Rudolf Joch, Peter Gerö, Peter Gmoser, Stephanie Schmidl, Julia Weinhandl für Vereine, die bei den Ländlichen Mitglied sind.

Die Pferdezucht hat Tradition, seit Bestehen der Verbände waren die jeweiligen Präsidenten zur Zusammenarbeit eingeladen. Der seit Jahren engagiert und überaus erfolgreich agierende Präsident Heinz Winter ist seit vielen Perioden im Vorstand des Pferdesportverbandes integriert. Turniere unter „Zucht und Sport“ bestehen seit Jahren, in Andau, Rudersdorf, Horitschon und zuletzt in Unterpetersdorf. Viele Züchter sind im Sport aktiv.

In der Dressur gab’s für Peter Gerö junior jedes Jahr bei Nachwuchsmeisterschaften einen Medaillenrang, dies nicht nur national, sondern auch bei der EM. Die Erfolge von Peter Gmoser können Bände füllen, er war zweimaliger Olympiastarter, dazu auch EM- und WM-Teilnehmer. Die Anzahl der Dressurreiter im Burgenland ist von einer Hand voll, auf über hundert angewachsen. Neben Medaillen bei ÖM und bei der BLMM, strahlen besonders drei Goldmedaillen, die bei den BLMM erreicht werden konnten. In den letzten Jahren sorgten allen voran Peter Gmoser und Belinda Weinbauer für die Topleistungen. 2016, 2017 und 2018 holten Belinda Weinbauer den Staatsmeistertitel in der Dressur. Im Vorjahr holte sie die Silbermedaillen. Dazu gab’s zudem Gold für Peter Gmoser in der Kleinen Tour, für Nicola Louise Ahorner in der Klasse Junge Reiter und für Oskar Ochsenhofer in der Jugendklasse.

Eine der ersten erfolgreichen Springreiterinnen war Marianne Lang, einer ihrer Erfolge war der Sieg beim Jugendspringen der Klasse M 1978 in der Wiener Stadthalle. Bei Nachwuchsmeisterschaften haben Patricia Galeitner, Jennifer Reistädter, Xenia Beck, Alexander Fuchs und Johanna Sixt immer wieder mit guten Ergebnissen aufwarten können. Letztere gewann bisher dreimal die österreichische Ponymeisterschaft. Im großen Springsport ist Burgenland nur in kleiner Zahl vertreten. Dafür haben Gerald Beck, Bernhard Maier und Dr. Franz Steinwandtner in schwierigsten Prüfungen gute Ergebnisse erreicht. Eine Sternstunde gab‘s 2011 als bei der BLMM erstmals Gold gewann. Seit diesem tollen Erlebnis für die burgenländische Springsportgemeinde konnten viele gute Platzierungen erzielt werden. Die Ponyreiter aus dem Burgenland sind jedes Jahr Garanten für Medaillen bei österreichischen Meisterschaften in Einzelwertungen aber auch bei Mannschaftsmeisterschaften. Auch bei den nationalen Springcups liegen burgenländische Reiter stets in Vorderfeld. Martina Winter sorgte 2019 für Furore im Casino Grand Prix und auch Bianca Babanitz ist in der „Top of Austria“ Liste der Springreiter als bestplatzierte burgenländische Reiterin weiter auf dem Weg nach oben.

In der Vielseitigkeit stellte Burgenland in früheren Jahren eine Bastion dar. Marianne Lang war zweimal Staatsmeisterin, Karin Schmidt nahm zweimal an der EM teil, auch Andreas Lang und Matthias Dombi kamen zu Erfolgen. Danach sorgte Dagmar Lipp für Top-Platzierungen. Auch Franz Graf, der leider vor zwei Jahren in der Ausübung seines Sports tödlich verunglückte, galt als großen Vertreter. Danach sorgten Viktoria Erb und Christian Grafl für gute Leistungen. In den letzten Jahren war in der Vielseitigkeit im Burgenland wieder eine gute Aufwärtstendenz zu verspüren. Robin Erkinger holte in den letzten Jahren einige Titel bei Jugend und Junioren. 2019 eroberten Florentina Erkinger und Harald Herzgsell jeweils Bronze bei österreichischen Meisterschaften.

Das Fahren hat eine lange Tradition und seit einigen Jahren befindet sich diese Sportart wieder im Aufwind. Die zahlreichen Veranstaltungen sprechen für sich. Das Burgenland macht von sich reden – ob es sich um Fahrer, Richter oder Veranstalter handelt. Österreich wurde 1978 bei der 4. WM der Vierspänner in Ungarn durch Rudolf Joch vertreten. Er hat sogar königlichen Hoheiten wie Prinz Philipp und König Olav mit einem prächtigen Fünfergespann die heimische Atmosphäre näherbringen können. Rudolf Hicker, der leider verstorben ist, hat bei vielen das Interesse für diese Sportart geweckt.

Güssing, Halbturn, St. Margarethen, Riedlingsdorf, Wimpassing, Poppendorf, Zurndorf u.a. haben Fahrturniere veranstaltet. Zurndorf hat mehrmals BLMM und ÖM ausgetragen. Dies auf Initiative von Obmann Ernst Unger und den Ehegatten Charlotte und Werner Mayerhofer. Letzterer war ein erfolgreicher Fahrer, leider ist er vor einigen Monaten an einer heimtückischen Krankheit verstorben. Zu seinem Gedenken wird 2013 die ÖM für Einspänner in Zurndorf als Gedächtnisturnier ausgetragen.

Die Topfahrer Marisa und Gerald Rössler, sowie die Brüder Markus und Wolfgang Szedinek, sowie Heinz Bieber haben 2011 und auch 2012 Silber bei der BLMM erringen konnten. Marisa Rössler wurde 2012 Vizestaatsmeisterin für Einspänner. Und 2016 und 2019 eroberte Marisa Rössler dann den Staatsmeistertitel in der Klasse für Einspänner. Gerald Rössler kann auf viele erfolgreiche Teilnahmen bei Weltmeisterschaften für Zweispänner und auf viele internationale Erfolge zurückblicken. 2012 holte Gerald Rössler erstmals den Staatsmeistertitel bei den Zweispännern. 2014 siegte Gerald Rössler sowohl bei der Staatsmeisterschaft für Einspänner als auch bei den Zweispännern. In Piber siegte Gerald Rössler zudem beim Donau-Alpen-Pokal. Ein Jahr später konnte er seinen Titel bei den Zweispännern verteidigen. Auch danach gab’s viele Erfolge für Gerald Rössler, zuletzt gewann er den Titel bei der Bundesmeisterschaft Einspänner-Noriker. In den letzten beiden Jahren sorgten zudem Sarah Louise Kermer, Lara Krejcerik, David Hötsch und Markus Szedenik für ausgezeichnete Resultat im Fahrsport.

Das Westernreiten hat einen ungeahnten Aufschwung genommen. Die AWA wurde 1982 gegründet, die AWA Burgenland 1994. Aus kleinen Anfängen ist eine große Gruppe mit großen Erfolgen geworden. Erfolgreich waren u.a. Peter Eichberger, Richard Summer, Sandra Friesenbiller, Manuela Both, Dagmar Zwickel, Ing. Günter Pöck, Johanna Grabner, DI. Dr. Milena Kalat und Peter Kalat. Tolle Erfolge erzielte zuletzt Julia Maikisch. Sie war 2010 und 2011 vierfache Landesmeisterin. Dazu kamen Erfolge bei ÖM und EM, 2011 wurde sie ÖM im All Around. Weit über ein Jahrzehnt dauert die Erfolgsstory von Markus Morawitz, in seiner Chronik finden sich Erfolge bei ÖM, EM und WM. Dazu hat er sich einen hervorragenden Namen als Westernreittrainer gemacht. In der Youth Klasse eroberte Marie Günser in den letzten beiden Jahren den österreichischen Meistertitel.

1990 wurde die ÖM im Voltigieren in Podersdorf ausgetragen und 1998 fand die BLMM am Georgshof in Podersdorf statt. Der hervorragendste Sportler in dieser Sparte war Hans Krutzler, er war 1995 und 1997 Vize-Staatsmeister und 1990 Staatsmeister, Teilnehmer von EM und WM. 1996 erreichte er Rang 7 bei der WM in Kaposvar, 1997 bei der EM Aachen den 5. Platz. In der Sparte Voltigieren sind derzeit 3 Gruppen aktiv, das burgenländische Team schlägt sich tapfer bei der BLMM. Es gibt einen großen Zulauf und es gibt durch das kontinuierliche Aufbautraining einige Voltigiererinnen, die bis zur höchsten Klasse in dieser Sparte an den Start gehen.

Bei den Kleinpferden gelangen schöne Erfolge, seinerzeit durch Martina Anderle, Michael Hilscher, Particia Galeitner und Romana Bartmann, in den letzten Jahren durch Anna Lutonsky, Xenia Herta Schumann, Johanna Sixt oder Christina Janits. In den letzten Jahren haben besonders die Geschwister Clara, Johanna, Josefina und Josefina Goess-Saurau, die Geschwister Lilli und Oskar Ochsenhofer, Romana Winter, die Geschwister Florentina und Robin Erkinger die Geschwister Anna und Clara Praunseis, Sophie Züger, Emila Ehrenreiten und viele andere geprägt.

Auch im Distanzreiten hat Tradition, vor einigen Jahren holten unsere Teams bei der BLMM in Apetlon Gold und Silber. Im Vorjahr eroberte unser Team Bronze und mit Mag. Marcela Hernandez de Schachermayer, Gudrun Mitter, Claudia Frenzel, Franziska Grünwald und Julia Beham schaffte man beim Heimturnier in Litzelsdorf 2012 Silber. In den letzten Jahren kam die großen Leistungen im burgenländischen Distanzreitsport von Stephanie Kunz, Sandra Wadsack sowie von Vater-Sohn-Gespann Jürgen und Fabian Gradwohl.

Seit über 25 Jahren unter dem rührigen Wander- und Orientierungsreitreferenten Heinz Rieger Ritte durchgeführt, an welchen Teilnehmer aus allen Bundesländern teilgenommen haben. Diese kommen gerne in unser Bundesland zurück. Als Höhepunkt fand 2011 der Sternritt nach Güssing mit über 80 Reitern statt.1994 fand die EM im Wanderreiten unter der Organisation von Heinz Rieger in Oberwart statt. Teilnehmer aus vielen Ländern haben unvergessliche Eindrücke mitgenommen.

Auch der Islandpferdesport hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, laut Referent Ludwig Martis beschäftigen sich im Burgenland 5 Vereine mit Islandpferden. In den letzten Jahren haben regelmäßig Landesmeisterschaften stattgefunden, leider noch nicht auf heimischen Boden. Bei der ÖM kam Lena Kurz 2011 zu Meisterehren. Da es im Burgenland leider kein eigenes Turnier für Islandpferde gibt, wurden und werden die Landesmeisterschaften immer im steirischen Semriach durchgeführt.



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